Eine 5B-Erfolgsformel im Kinder- und Jugendport

03.​03.​2026

Unter dem Motto „Vom Purzelbaum zum Podium. Talente entdecken und entwickeln“ waren rund 250 geladene Gäste aus Bundes- und Landespolitik sowie dem organisierten Sport, darunter auch DKB-Präsident Uwe Oldenburg gekommen, um in der Landesvertretung Baden-Württembergs an der Berliner Tiergartenstraße über Sportförderung und künftige Erfolge zu diskutieren.

 

Eingeladen hatten Theresa Schopper, Kultusministerin des Landes Baden-Württemberg und Vorsitzende der Sportministerkonferenz und DOSB-Präsident Thomas Weikert. Im Talk diskutierte Schopper mit Christiane Schenderlein, Staatsministerin für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt und Aydan Özoğuz, Vizepräsidentin des Deutschen Bundestages. Geleitet wurde die Diskussion von Kai Gemeinder, Pressesprecher von "Jugend trainiert für Olympia & Paralympics". Weitere Gäste der Veranstaltung waren unter anderem der DOSB-Vorstandsvorsitzende Otto Fricke, Dr. Babette Kibele, Abteilungsleiterin für Sport und Ehrenamt im Bundeskanzleramt und Olaf Tabor, Vorstand Leistungssport im DOSB.

 DKB-Präsident Uwe Oldenburg DKB-Präsident Uwe Oldenburg. Foto: DKB/Archiv

 

Uwe Oldenburg war vom Leitthema der Veranstaltung angetan, weil es die Frage aufwarf, wie Kinder früh für Bewegung begeistert und ihnen der Weg bis in den Leistungssport ermöglicht werden kann. "Wenn Deutschland Olympia ausrichten will, müssen jetzt schon in den Kitas die Grundlagen geschaffen werden, um erfolgreich zu sein", resümierte Oldenburg und ergänzte. "Im Sport müssen wir uns auf die unterste Ebene, den Breitensport konzentrieren."

 

Ganz wichtig ist dabei, die Kinder und Jugendlichen nicht zu früh zu spezialisieren, sondern darauf zu achten, dass sie überhaupt Sport treiben können. Wie das dann gut funktionieren kann, fasste Dominic Ullreich, Sportlehrer an der Sporteliteschule in Frankfurt/Main, in seiner 5B-Erfolgsformel im Kinder- und Jugendsport zusammen: "Gemeinsam Kinder und Jugendliche BEWEGEN, BEGEISTERN und BETEILIGEN, um damit zu BILDEN und zu BINDEN!"

 

In Baden-Württemberg ist schon einiges in Bewegung gekommen, dort gibt es in den unteren Klassen bereits eine wöchentlich dritte Sportstunde im Unterricht. Darüber hinaus gibt die Landesregierung zusätzliche finanzielle Mittel für Sportaktionen in den Schulen aus.

 

Im Hinblick auf den DKB verwies Uwe Oldenburg darauf, dass es in einigen Sportarten Wartelisten für Kinder und Jugendliche gibt, die nicht alle in die Sportvereine aufgenommen werden können. "Einerseits liegt das daran, dass die Sporthallen oder Sportstätten sanierungsbedürftig sind, aber auch weil die Vereine keine Übungsleiter oder Trainer haben", erläuterte das Oldenburg. "Das ist durchaus ein Potenzial, das wir nutzen können. Laut einer Umfrage im Berliner Landessportbund unter 200 Vereinen im vergangen Jahr stehen allein mehr als 14.000 Kinder auf so einer Warteliste."

 

Vieles in dieser Hinsicht läuft konform mit dem Ganztagsförderungsgesetz, über das ab dem kommenden Schuljahr beginnend in den 1. Klassen schrittweise ein Rechtsanspruch auf ganztägige Betreuung für Kinder im Grundschulalter eingeführt wird. Das Thema "Vom Purzelbaum bis zum Podium" war damit fast schon tagesaktuell. "Wenn es uns gelingt, dass die Vereine in die Schulen gehen und sich über den Ist-Zustand informieren, ist das der erste Schritt einer möglichen Zusammenarbeit“, ist sich DKB-Präsident Oldenburg sicher.

 

Bild zur Meldung: Aydan Özoguz, Christiane Schenderlein und Theresa Schopper (v.l.) diskutierten mit Kai Gemeinder über Sportförderung auf dem Parlamentarischen Abend. Foto: DOSB