Bowlingteam räumt zwei Medaillen bei WM in Las Vegas ab

Eine Bronzemedaille im Einzel für Tobias Börding sowie Silber für das Trio Janine Gabel, Tina Hulsch und Patricia Luoto: Über das „glänzende Zusatzgepäck“ beim Rückflug von der Bowling-Weltmeisterschaft freute sich Peter Lorenz. Der Bowling-Bundestrainer zog nach zehn WM-Tagen und jeweils sechs Wettbewerben der Frauen und Männer – Einzel, Doppel, Trio, Fünfer-Team, All-Event und Masters – eine positive Bilanz: „Unser Team hat sich im Feld der 36 Nationen, die sich für diese WM qualifiziert hatten, erstklassig präsentiert. Nicht nur wegen der der beiden Plätze auf dem Podium, sondern auch wegen vieler Platzierungen unter den Top Ten.“

Die Stimmung im Team Germany mit jeweils sechs Bowlerinnen und Bowlern sowie den Trainern Peter Lorenz, Tobias Gäbler und Michael Wouters sowie Delegationseiter David Canady als für den Spitzensport verantwortliches DBU-Präsidiumsmitglied war vom ersten bis zum letzten Tag gut.

Dazu beigeragen hat sicher der gute Start in das WM-Turnier mit der Qualifikation von Tobias Börding für das Halbfinale und dem Gewinn der ersten Medaille. Die zweite Medaille in der Trio-Wertung der Frauen sowie weitere gute Leistungen und Platzierungen im Wettbewerb mit Bowlerinnen und Bowlern aus Asien und Amerika, die ihren Sport professionell betreiben können, förderten während der WM-Tage ebenso den Mannschaftsgeist auf und neben den Bahnen der South Point Bowling-Arena in Las Vegas.

Auch am letzten WM-Tag sorgte ein „Man in black“ und dem Bundesadler auf dem Trikot für Furore: Pascal Winternheimer scheiterte im abschließenden Masters-Wettbewerb erst im Viertelfinale an Zhe-Jia Xu aus Taiwan und schaltete zuvor souverän US-Profi-Bowler AJ Johnson aus.

Lediglich im Mannschaftswettbewerb der Frauen hatten sich Deutschlands Bowlerinnen, Trainer und Fans mehr erhofft als Platz 14. Besser machten es die Männer mit Platz sieben in der Fünfer-Team-Wertung. Nicht nur das: Mit 1161 Pins sorgten Pascal Winternheimer (280), Oliver Morig (268) & Co. für das beste Teilergebnis dieses Wettbewerbs. Ein unterdurchschnittliches Ergebnis – 910 Pins – in einer anderen Runde verhinderte eine bessere Platzierung und eine weitere Medaille.

Ein Grund für die hohe Bandbreite bei den Ergebnissen waren die "weltmeisterlichen" Bahnverhälltnisse in Las Vegas, Der Schwierigkeitsgrad der Ölbilder entsprach eben einer Weltmeisterschaft. Bezeichnend, dass vor allem die Bowlingspieler aus Taiwan mit der Spinner-Wurftechnik gute Ergebnisse - unter anderem das einzige 300er-Ergebnis -  und relativ gute Platzierungen erzielten.

Weitere Infos gibt es auf der Internetseite der DBU sowie auf der WM-Homepage.