And the winner are...: Nadine Geißler, Tobias Börding und Michael Wouters

Gala des Bowling- und Kegelsports? Für Nadine Geißler nichts Neues... Die Bowlingsportlerin des Jahres 2016 kennt das Gala-Parkett fast so gut wie den Anlaufbereich der Bowlingbahnen. Tobias Börding ist trotz seines jungen Alters ebenfalls bereits ein "Gala-Routinier“. Er schaffte mit der Wahl zum Bowlingsportler des Jahres 2016 sogar den Titel-Hattrick. Lediglich Michael Wouters betritt als DBU-Trainer des Jahres am 31. März „Neuland“. Die drei vorbildlichen Bowlingsport-Persönlichkeiten auf einen Klick.

Nadine Geißler - Bowlingsportlerin des Jahres

Nadine Geißler zählt seit vielen Jahren zu Deutschlands besten Bowlerinnen. Im Trikot mit dem Bundesadler zeigte sie in der vergangenen Dekade schon oft auf dem internationalen Bowlingparkett ihr großes Können. So feierte die Vorzeigebowlerin auch 2016 beachtliche Erfolge: Bei der Bowling-Europameisterschaft in Wien stand Nadine Geißler gleich viermal auf dem Podium. Gold im Trio-Wettbewerb, Silber mit der Mannschaft sowie jeweils eine Bronzemedaille im Doppel und in der All Event-Wertung. Beim European Champions Cup, ein Turnier bei dem sich die Meisterinnen der europäischen Bowlingsportnationen messen, gewann sie eine weitere Bronzemedaille. Für die Bowlingsport-Szene kam die Wahl zur Sportlerin des Jahres somit alles andere als überraschend.

Klar: Eine Bowlingspielerin, die auf diesem Level „in die Vollen geht“, hat bereits einige perfekte Spiele absolviert: Offiziell gelang es Nadine Geißler, die beim BV Kaiserslautern und ihrem ersten Trainer Hans-Jürgen Schmidt die Grundlagen der Bowlingtechnik gelernt hat, erstmals bei der Landesmeisterschaft im Jahr 2009. Im Jahr darauf gelang ihr ein 300er bei einem Bundesliga-Spiel und 2013 bei einem Bowlingsport-Turnier.

Für ihre Top-Leistungen – seit der vergangenen Saison spielt Nadine Geißler für Inter BV Mannheim – trainiert Nadine Geißler in der Regel zwei- bis dreimal pro Woche. In der Vorbereitung auf internationale Bowlingsport-Höhepunkte auch öfter. Schließlich peilt sie ehrgeizige Ziele an: Eine WM-Goldmedaille und die Teilnahme an den World Games. Bei dieser Zielsetzung wird ihr Motto deutlich: Think positive! Denn sie weiß: Stärke entsteht nicht im Körper, sondern im Geist.

 

Tobias Börding - Bowlingsportler des Jahres

„Hattrick“ für Tobias Börding: Zum dritten Mal nacheinander wurde der Puchheimer zum Bowlingsportler des Jahres gewählt. Für diese Wahl gab es handfeste Gründe: Bei der Europameisterschaft wurde dem Bundesligaspieler von Ratisbona Regensburg eine Silber-Medaille nach dem Finale im Trio umgehängt. Bei der Siegerehrung des Doppel-Wettbewerbes stand er auf der anderen Seite des Podiums und freute sich über Bronze. Ganz oben stand er zweimal bei der „Deutschen“. Platz eins beim deutschen Ranglistenturnier und mehrere gute Platzierungen bei internationalen Events rundeten ein erfolgreiches Bowlingsportjahr 2016 ab.

Tobias Börding ist jung – und daher ist sein größter Wunsch eine Vision und keine Utopie: „Eine Teilnahme an Olympischen Spielen...“ Ambitioniert, aber realistisch sind seine weiteren Ziele: „Medaillen bei Welt- und Europameisterschaften. Und bei der World Series of Bowling will ich auch zeigen, was ich kann.“

Dass Tobias Börding etwas kann, hat er schon oft bewiesen: Immerhin zehn perfekte Spiele bei offizielen Wettbewerben wurden für ihn notiert. Und nach einer Sechser-Serie standen grandiose 1598 auf dem Spielbericht.

Er hat einiges gelernt: Von seinem Vater, der ihn seit seiner Jugendzeit beim BC Bayerland München trainiert. Aber auch von seinem großen Vorbild Chris Barnes, gegen den er sogar einmal bei einem internationalen Turnier in Polen im Finale stand.

 

Michael Wouters - Bowlingsport-Trainer des Jahres

Wenn bei Siegerehrungne im Rahmen internationaler Bowlingsport-Wettbewerbe eine schwarz-rot-goldene Flagge zu sehen ist, freut sich der Belgier Michael Wouters. Bei der längstgestreiften belgischen Flagge, aber noch mehr bei der quergestreiften deutschen Flagge. Denn: Seit vielen Jahren zählt der Bowling-Fachmann mit Wohnsitz im belgischen Zonhoven zum Trainerteam der deutschen Frauen und Männer und trug mit seiner Expertise zu den Erfolgen der Bowlerinnen und Bowler in den Trikots mit dem Bundesadler bei.
Als Michael Wouters von einem Freund zu einer Bowlingpartie eingeladen wurde, war ihm ziemlich schnell klar: Das ist mein Sport. Es ist ein ehrlicher Sport, weil die Ergebnisanzeige unbestechlich ist. Zitat Michael Wouters: „Wenn Du einen Fehler machst, bist Du selbst dafür verantwortlich.“

Damit die Fehlerquote reduziert wird, kommt es für den Mann aus Flandern auf Beharrlichkeit, Engagement und Ehrlichkeit an. Außerdem selbstverständlich wichtig: Üben, üben, üben...

Das Bowling-Know how hat Michael Wouters im Mutterland des Bowlingsports erworben. Denn: In Belgien fehlten entsprechende Qualifizierungsangebote als er sich entschied, positive Akzente im Bowlingsport zu setzen. Apropos US-Bowling: Er hat großen Respekt vor den Leistungen der Profi-Bowlern zwischen New York und Los Angeles.
Michael Wouters hat aber nicht nur als Trainer „den Bogen raus“: Er gewann in Belgien als aktiver Bowlingsportler nationale Titel sowie Turniere und spielt nach wie vor auf einem hohen Level.