Victoria Bamberg und Rot-Weiß Zerbst: Deutsches Doppel gewinnt zwei Champions League-Titel

Nach dem letzten Spieltag der Classic-Kegelsport-Bundesliga und den erneut souveränen Titelgewinnen der Abonnementmeister, war zu lesen, dass die Teams des SKC Victoria Bamberg und des SKV Rot-Weiß Zerbst „in einer anderen Liga“ spielten...

Am vergangenen Wochenende spielten sie tatsächlich „in einer anderen Liga“. Präziser formuliert: Sie kegelten in der Champions League – beim Final Four in Podbrezova.

Müllers Männer machen´s möglich

In der slowakischen Kegelsport-Hochburg trafen die Männer des SKV Rot-Weiß Zerbst gleich im Halbfinale auf den Gastgeber ZP Sport Podbrezova. Nicht nur für Lothar Müller, den „Macher“ der Zerbster Erfolgsgeschichte, war es das vorweggenommene Endspiel.

Das Team, dem auch die Nummer eins des Classic-Kegelsports, der Serbe Vilmos Zavarko (671 Kegel), angehört, gewann drei der sechs direkten Duelle. Auf Seiten des deutschen Meisters sorgten Timo Hoffmann (685), Matthias Weber (677) und Boris Benedik (667) nicht nur ebenfalls für drei Mannschaftspunkte, sondern auch für den deutlichen 98-Kegel-Vorsprung beim 3875:3777-Gesamtsieg und somit für die entscheidenden zwei Punkte beim 5:3-Gesamtsieg.

Im Finale gegen das ungarische Sextett Alabardos Szegedi wurde das Gesamtergebnis fast auf den Kegel genau wiederholt: Die Champions League-Sieger aus Sachsen-Anhalt „steigerten“ sich um einen Kegel auf 3876 während die Ungarn mit 3771 Kegel sechs „Pinne“ weniger umwarfen als am Tag zuvor die Auswahl von ZP Sport Podbrezova. Allerdings gewannen mit Matthias Weber (678), Boris Benedik (672), Axel Schondelmaier (672) und Thomas Schneider (614) gleich vier Zerbster ihre Duelle gegen ihre direkten Alabardos-Kontrahenten. Im ungarischen Team sorgte mit Robert Ernjesi übrigens ein Serbe für ein großes Ausrufezeichen im Finale: 691 Kegel waren an diesem Tag auf diesen Bahnen herausragend. Den 6:2-Sieg für „Zippel-Zerbst“ – so lautet die bekannte „Anfeuerungsformel“ der Rot-Weiß-Fans - konnte der Weltklasse-Kegelsportler allerdings nicht im Alleingang verhindern.

Bambergs Kegelköniginnen setzen sich die Krone auf

„Vorweggenommenes Endspiel“ – so wurde auch das Halbfinale der Frauen des SKC Victoria Bamberg gegen KK Celje kommentiert. Die Sloweninnen gewannen in den sechs Begegnungen immerhin elf Satzpunkte und Bamberg „nur“ 13. Relativ deutlich war jedoch das Gesamtergebnis für die Fränkinnen: 3651:3504 Kegel. Noch deutlicher fiel mit 7:1 die entscheidende Mannschaftspunkte-Wertung aus.

Obwohl die Frauen des Finalgegners BBSV Wien mit 3548 Kegeln insgesamt stärker auftraten als Celje mussten die Bambergerinnen im Endspiel um die Champions League-Krone noch weniger zittern: Sie legten im Vergleich zum Semifinale „noch eine Schippe drauf“, erzielten mit 3748 ein bravouröses Gesamtresultat und die Kroatin Ines Maricic mit 651 ein excellentes Einzelergebnis. Nach 7:1 Mannschaftspunkten und 17:7 Satzpunkten hatten die Bambergerinnen allen Grund zu feiern.

Das DKB-Präsidium freut sich, dass die beiden deutschen Teams aus Bamberg und Zerbst auch beim Final Four der Champions League quasi „in einer anderen Liga“ gespielt haben und sendet Glückwünsche in die beiden „Hauptstädte des Classic-Kegelsports".

Alle Spiele, alle Sätze, alle Ergebnisse: Auf den Internetseiten der NBC gibt es detaillierte Infos zum Verlauf der Champions League-Finalrunde.