Daniel Schmid und Sebastian Rüger schafften es beim Einzel-Weltpokal auf das Podium

Straubing war einmal mehr Austragungsort für ein Sportkegel-Spektakel der Spitzenklasse: Die Verantwortlichen sorgten beim Einzel-Weltpokal erneut für allerbeste Rahmenbedingungen in der bayrischen Kegelsport-Hochburg. Vor allem die Kegelsportfans aus Süddeutschland sorgten für gute Stimmung hinter den Kegelbahnen. In ihrem Fokus: Die Spielerinnen und Spieler in den Trikots mit dem Bundesadler: Anna Müller und Saskia Barth vertraten Deutschland im U23-Wettbewerb, Corinna Kastner und Steffi Tränkler bei den Frauen. Mit Sebastian Rüger und Andreas Bayer waren ebenfalls zwei U23-Akteure am Start. Daniel Schmid nahm es als „Solist“ mit den Weltklasse-Kegelsportlern wie Vilmos Zavarko bei den Männern auf.

Keiner konnte nach dem glücklichen Auftaktsieg von Daniel Schmid im „Stechen“ ahnen, dass er im Finale eben gegen diesen Vilmos Zavarko die Straubinger Kegelsport-Arena zu einem Tollhaus machte. Denn: Dieses Finale war nichts für Zuschauerinnen und Zuschauer mit schwachen Nerven... Vor der letzten Abräumgasse hatte sich Daniel Schmid gegen den weltbesten Classic-Kegelsportler der vergangenen Jahre einen 23-Kegel-Vorsprung erspielt und führte mit 2:1 Sätzen. Doch der Weltmeister aus Serbien wandelte im „Finale dieses Finales“ diesen relativ hohen Rückstand in einen knappen Sieg um. Als der Newcomer der deutschen Classic-Kegelsportszene nach einer sechs die drei Kegel einzeln abräumte, nutzte der nervenstarke Zavarko diese kleine Schwäche seines Kontrahenten und konterte mit Neunern: Satzausgleich und 656:652 Kegel – sowohl für die Aufholjagd Zavarkos als auch für die glänzende Partie von Daniel Schmid spendete das Publikum verdienten Beifall.

In der U23-Altersklasse gab es ebenfalls eine Medaille für einen deutschen Kegelsportler: Sebastian Rüger gewann Bronze. Im Halbfinale lag er lange gegen den Östereicher Matthias Zatschkowitz vorne und auf Finalkurs. Der Nachwuchs-Kegelsportler im Austria-Trikot hatte jedoch das bessere „Finish“ und zog ins Endspiel ein, das er gegen den Slowenen Timi Jurancic mit 3:1 Sätzen und 637:621 gewann. Andreas Bayer, zweiter deutscher Teilnehmer im U23-Wettbewerb, schied gegen den „Vize“ Jurancic bereits in der ersten Runde mit 1:3 Sätzen und 529:596 Kegeln aus.

Zum Wettbewerb der Frauen: Corinna Kastner schied nach einem spannenden Viertelfinale mit 1,5:2,5 Sätzen und 600:605 Kegeln gegen Eva Sanko aus. Die Slowenin erreichte nach einem weiteren Sieg im Halbfinale das Endspiel, in dem sie gegen die Tschechin Hana Wiedermanova mit 1:3 Sätzen und 568:597 Kegeln unterlag. Für Steffi Tränkler kam das Aus in ihrer Auftaktpartie gegen Natasa Ravnic-Gasparini aus Kroatien (2:2 – 566:596).

Enttäuscht waren Anna Müller und Saskia Barth, die in der U23-Altersklasse zum Kreis der Favoritinnen zählten. Anna Müller war gegen eine überragende Klara Sedlar aus Serbien chancenlos. Immerhin gewann sie beim 572:634 noch einen Satz. Saskia Barth musste ebenfalls in der ersten Runde die Segel streichen. Gegen die Österreicherin Julia Schweizer reichte es beim 566:588 nur zum Satzgewinn. Die Goldmedaille bei den Juniorinnen ging an die tschechische Klasse-Keglerin Natalie Topicova. Sie setzte sich nach 2:2 Sätzen mit dem besseren Endergebnis (602:574) gegen Kristina Ljubenkovic aus Serbien durch.

Weitere Ergebnisse und Informationen  gibt es auf der Internetseite des DKBC.