DKB-Gala 2017: Glückliche Gesichter und gute Geschichten

Als der neue DKB-Präsident Uwe Oldenburg die Gäste der achten Gala des Bowling- und Kegelsports begrüßte, begann er seine kurze Rede mit einer guten Nachricht: „Auch künftig wird der Deutsche Kegler- und Bowlingbund diese Gala ausrichten, um die Sportlerinnen und Sportler sowie die Trainerinnen und Trainer des Jahres aller vier Disziplinen zu ehren.“

Erst am frühen Samstagmorgen war die Feier im BEST WESTERN PREMIER Airporthotel Fontane BERlin „Geschichte“. Interessante „Geschichten“ über die Sportpersönlichkeiten, die von Uwe Oldenburg und dem jeweiligen Präsidenten der vier Disziplinverbände die Ehrenpreise erhielten, erfuhren die Gala-Gäste während der Ehrung, die Uwe Veltrup moderierte. Der DKB-Marketingreferent freute sich über schlagfertige Interviewpartner(innen). Die Gala-Gäste staunten und schmunzelten über „ausgezeichnete“ Persönlichkeiten:

Zum Beispiel über fast identische Ansätze der Kegelsport-Trainer(innen) Gabi Beckmann (Disziplin „Bohle“) und Bettina Janson („Schere“) sowie Jan Koschinsky („Classic“), die den Erfolg ihrer Trainingsarbeit mit dem Kegelsport-Nachwuchs nicht nur an den Ergebnisanzeigen und den Ranglisten-Platzierungen ablesen, sondern die Kinder und Jugendlichen mit vorbildlichem Engagement auch neben den Kegelbahnen stark machen.

Deutsche Bowling Union

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Gemeinsamkeiten ebenfalls im „Bowling-Lager“: Nadine Geißler und Tobias Börding, die sich beide an Vorbildern aus der US-amerikanischen Bowling-Profiszene orientieren und auch als „Voll-Amateure“ bei Weltmeisterschaften sowie anderen internationalen Turnieren ihren Idolen Paroli bieten konnten. Ein Grund für diese Duelle auf Augenhöhe: Beide profitieren von den Empfehlungen hinsichtlich Bahnenbeschaffenheit und Ballauswahl des Bowlingtrainers des Jahres, dem Belgier Michael Wouters.

Deutscher Bohle Kegler Verband

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Parallelen auch bei den Bohle-Kegelsport-Persönlichkeiten des Jahres: Sowohl Susanne Lütjens als auch Alexander Eggers nehmen regelmäßig circa 100 Kilometer „Anlauf“, um auf ihren „Heimbahnen“ kegeln zu können, da ihre Wohnorte in Schleswig-Holstein relativ weit entfernt von den Kegelsportanlagen ihres jeweiligen Vereins liegen.

Beide wurden durch die Eltern für eine umwerfende Sportart begeistert. Diese Gemeinsamkeit hatten sie auch mit anderen aus anderen Disziplinen gemeinsam... Fast alle der bei der DKB-Gala geehrten Sportfreundinnen und -freunde wurden durch die Eltern oder ein anderes Familienmitglied motiviert, regelmäßig "in die Vollen" zu gehen.

Deutscher Keglerbund Classic

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Unterschiede wurden zwischen den Classic-Kegelsport-Könnern Anna Müller und Daniel Schmid deutlich: Während die 23-jährige mit einem perfekten Bewegungsablauf wie aus dem Lehrbuch bei der vergangenen U23-WM Medaillen abräumte, sorgt der etwas ältere Linkshänder aus Südbaden mit seinem „Schmid-Stil“ für Furore: Er spielt ähnlich wie die Bowler mit Effét und Bogen. Wenige Wochen nach seiner Wahl war er beim Weltpokal-Finale in Straubing gegen den Serben Vilmos Zavarko, die Nummer eins der Classic-Kegelsportwelt Teil eines Sportkegel-Spektakels.

Deutscher Schere Keglerbund

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Gemeinsamkeiten und Unterschiede in der Disziplin Schere-Kegelsport: Sowohl Svenja Lambert als auch Robert Heinichen schnappten sich bei der vergangenen U24-WM den Einzeltitel. Die Saarländerin, die „nebenbei“ auch in der Regionalliga Fußball spielt, schilderte, wie sie am Abschlusstag der WM als „Einpeitscherin“ mit einer „HUMBA“ die Samba-Trommeln der Brasilianer übertönte. Der BWL-Student, der durch eine Schulfreundin in der ersten Klasse zum Kegeln „verführt“ wurde, findet den Kegelsport umwerfend, weil er sich – anders als etwa beim Fußball oder Basketball, wo es keine Limits gibt – als Perfektionist immer gerne am Maximum orientiert. Auch, wenn diese utopische Zahl bei einem Wettkampf über 120 Würfe – was nach Adam Riese 1080 Kegel ergäbe – wohl nur in der Theorie erreichbar ist: Mit 25 „Neunern“ in Serie und einem Bestergebnis von 965 Kegeln war der Mitzwanziger bereits relativ nah dran.

 

„Nach der Gala ist vor der Gala“: DKB-Ehrenpräsident Dieter Prenzel, der mit seinen damaligen Präsidiumskollegen die DKB-Gala auf den Weg brachte, beobachtete nach der Ehrung auf der Tanzfläche und an den Tischen, wie sich die Vertreter der einzelnen Disziplinen intensiv miteinander ins Gespräch kamen: „Schön, dass das bei jeder der acht Gala-Veranstaltungen gelungen ist und auf diese Weise das disziplinübergreifende Wir-Gefühl im DKB gestärkt werden konnte.

Für alle, die bei der DKB-Gala nicht live dabei sein konnten, hat Rolf Großkopf die Ehrung der Sportlerinnen und Sportler sowie derTrainerinnen und Trainer des Jahres gefilmt und die beiden "Halbzeiten" online gestellt. Der erste Teil zeigt die ausgezeichneten Sportpersönlichenkeiten der Deutschen Bowling Union und des Deutschen Bohle Kegler Verbandes. Im zweiten Teil stehen echte Siegertypen des Deutschen Classic Kegler Bundes und des Deutschen Schere Keglerbundes im Fokus.

 

 Fotos: Kai Christensen