Fit wie ein Kegel- oder ein Bowlingschuh...

„Ich bin fit wie ein Turnschuh...“ Wer kennt nicht diesen lockeren Spruch, wenn es in Gesprächen um die Gesundheit geht? Die zigtausend Bowling- und Kegelsportler(innen) könnten diesen Satz modifizieren und besser „Fit wie ein Kegelschuh“ oder „Fit wie ein Bowlingschuh“ formulieren. Denn: Die gesundheitlichen Effekte einer regelmäßigen Trainingseinheit über circa eine Stunde auf der Kegel- oder Bowlingbahn liegen auf der Hand. „Beim Bowling- und Kegelsport wird die Ausdauer trainiert und die Koordination verbessert. Wer schon einmal konzentriert auf die neun Kegel oder zehn Pins gezielt hat, weiß, dass es meistens bereits ab dem ersten Wurf gelingt, vom Alltag abzuschalten und Stress abzubauen“, unterstreicht DKB-Präsident Uwe Oldenburg, dass auch die vielen Bowling- und Kegelsportvereine zwischen Ost- und Bodensee zu den wertvollen „Bürgerbewegungen“ zählen.

Wie noch mehr Menschen bewegt werden können, regelmäßig Sport zu treiben, wie Bewegungsarmut reduziert werden kann, um Gesundheitsziele zu erreichen – diese Fragen wurden kürzlich beim dritten gesundheits- und präventionspolitischen Abend in Berlin thematisiert.

Viele Gäste aus Politik, Gesundheitswesen, Sport und Wissenschaft nickten zustimmend als DOSB-Vizepräsident Walter Schneeloch ausführte, dass 20 bis 25 % der Krankheitskosten auf Bewegungsmangel zurückzuführen seien und diese These mit einer politischen Forderung verknüpfte: „Folglich ist die Förderung von körperlicher Aktivität die beste Investition einer klugen öffentlichen Gesundheitsvorsorge.“ Vor diesem Hintergrund hielt er die Verständigung über ein neues nationales Gesundheitsziel „Bewegungsmangel reduzieren“ für unverzichtbar.

Bei den Vertretern des Sports stieß die Argumentation von Klaus Boullion ebenfalls auf positive Resonanz . Der Minister für Inneres und Sport des Saarlandes und Vorsitzender der Sportministerkonferenz führte die Rolle und Bedeutung des organisieren Sports an: „Bei all den Problemen und Veränderungen, sollten wir nicht aus den Augen verlieren, dass wir die Verbände und Vereine brauchen. Und wir brauchen aus meiner Sicht auch mehr Geld, um den Breitensport zu unterstützen.“

Auch für Uwe Oldenburg als langjähriger Sportfunktionär auf verschiedenen Ebenen ist klar: „Sport zählt zum besten Rezept, das verordnet werden kann, wenn es um die Gesundheit geht. Dieses Medikament hat keine Risiken und allenfalls positive Nebenwirkungen. Nicht jeder ist für jeden Sport geeignet oder hat leistungssportliche Ambitionen. Daher sollten wir im DKB und in unseren Untergliederungen intensiv über breitensportliche Angebote nachdenken, um mehr Frauen, Männer und Jugendliche auf Kegel- und Bowlingbahnen zu bewegen.“