Siegesrausch statt Alkoholrausch: Kampagne für alkoholfreien Sport

www.alkoholfrei-sport-geniessen.de: Diese Internet-Domain beinhaltet die Kernbotschaft einer Kampagne, die von der Bundeszentrale für gesundheitliche Aufklärung (BZgA) initiiert wurde.

Nicht zuletzt wegen der bekannten Klischees, mit denen der Bowling- und Kegelsport leider immer noch gelegentlich in Verbindung gebracht wird, hofft Uwe Oldenburg, Präsident des Deutschen Kegler- und Bowlingbundes (DKB), dass sich viele Bowling- und Kegelsportvereine vor Ort mit einer Aktion an dieser Kampagne beteiligen: „Uns ist wichtig, vor allem junge Menschen für dieses Thema zu sensibilisieren und über die Risiken des Alkoholkonsums aufzuklären.“

Umfassende Unterstützung erhalten die Verantwortlichen in den Vereinen auf der Homepage der Kampagne www.alkoholfrei-sport-geniessen.de: Von Aktionsideen über Organisationstipps und Vorlagen für Pressetexte bis hin zu Rezepten für alkoholfreie Cocktails: Der Zeitaufwand für die konzeptionelle Arbeit wird mit diesen Tipps und Infos deutlich reduziert. „Auf den Kampagneseiten im Internet wird zum Beispiel auf eine Rauschbrille hingewiesen, die simuliert wie Alkoholkonsum die Sinne vernebelt. Am Aktionstag könnten jugendliche Bowling- oder Kegelsportler(innen) mit dieser Rauschbrille in die Vollen gehen, um zu sehen, dass Alkohol eben nicht wie leistungsförderndes „Zielwasser" wirkt“, formuliert DKB-Marketingreferent Uwe Veltrup eine Idee mit Bezug zum Bowling- und Kegelsport.

Gute Nachricht für die Schatzmeister in den Vereinen: Eine Aktionsbox mit Werbemitteln und Informationsmaterial kann kostenlos bestellt werden. Außerdem kann das Budget für eine geplante Aktion durch Kooperationen mit Partnern wie etwa Trägern der kommunalen Jugendarbeit, Krankenkassen oder anderen Organisationen aus dem Gesundheitsbereich klein gehalten werden.

Ebenso sollte die Bowling- oder Kegelbahn-Gastronomie bei der Durchführung einer Veranstaltung mit ins Boot geholt werden, wenn etwa geplant ist, ein Turnier mit anschließender Party und alkoholfreien Cocktails zu veranstalten. Im Idealfall erhalten die Gastronomen in einem Bowlingcenter oder einer Kegelsporthalle durch eine Aktion den Impuls, auch langfristig durch ein vielfältiges Angebot alkoholfreier Getränke, von denen zumindest eines günstiger sein sollte als Bier oder Wein, einen Beitrag für einen verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol zu leisten.

Der für das Ressort Jugend verantwortliche DKB-Vizepräsident Ricky Zimmer sieht für die Bowling- und Kegelsportvereine, die sich an der Kampagne beteiligen wollen, Vorteile, weil Vorurteile „abgeräumt“ werden: „Es gab und gibt Eltern, die skeptisch sind, wenn ihre Tochter oder ihr Sohn sich einem Bowling- oder Kegelsportverein anschließen wollen, weil unser Sport oft dort ausgeübt wird, wo der nächste Zapfhahn nicht weit ist. Ein Grund mehr, mit einer Beteiligung an der Kampagne das Image unserer Sportarten und des jeweiligen Vereins zu korrigieren. Wenn wir den Bowling- und Kegelsport ins rechte Licht rücken, wird es ganz sicher auch leichter, vor allem jugendliche Neumitglieder zu gewinnen.“


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